Zum Seitenanfang springen

header unterseiten

Anna Boros

Dr. Mohamed »Mod« Helmy

Emmy Anna Auguste Ernst

Cecilie Rudnik

Martin Rudnik

Frieda Szturmann

Georg Wehr

Julie Wehr

 

anker

Anna Boros

anna borus young cup600 1Anna BOROS, geboren am 22. November 1925 in Arad, West-Rumänien. Tochter der 1927 geschiedenen Eheleute → Julie Wehr und Ladislaus Boros. 1928 Übersiedlung von Mutter und Tochter nach Berlin zur Großmutter →Cecilie Rudnik. Besuch der Volksschule bis 1937. Wechsel auf eine jüdische Mädchenschule, da jüdischen Kinder der Besuch »deutscher« Schulen untersagt wurde. Entlassung aus der Schule ohne Abschluss kurz nach Kriegsbeginn 1939. Ausbildung zur Krankenschwester in der Praxis von → Dr. Mohamed Helmy. Sollte als rumänische Staatsbürgerin und Jüdin im März 1942 deportiert werden, fand Zuflucht bei Helmy und lebte ab dem 10. März 1942 im Untergrund. Heirat mit dem aus Polen geflüchteten Juden Chaim Gutman in einem als »Displaced Persons Camp« in Berlin im Juni 1947. Übersiedlung in die USA im Juli 1947 mit Mutter und deren Ehemann → Georg Wehr. Auswanderung des Ehemannes in die USA im Mai 1949, Familiengründung in New York, drei Kinder. Dort 1986 verstorben.
Zurück zum Seitenanfang

anker

Dr. Mohamed »Mod« Helmy

Dr.HelmyDr. Mohamed »Mod« HELMY (Moham­med Helmy Abu el-Ainin Said Ahmed), geboren am 25. Juli 1901 in Khartum, damals Britisch-Ägypten, als viertes von fünf Kindern des ägyptischen Offiziers Abu el-Ainin Said Ahmed und dessen Frau Amina Reda Hassan el-Komi. Medizinstudium an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin ab 1922. 1929 Staatsexamen, 1931 Approbation, 1934 Facharztprüfung (FA für Nieren- und Blasenheilkunde), 1937 Promotion. 1929 Medizinpraktikant, ab 1939 Volontärarzt am Krankenhaus Berlin Moabit, dort 1933 außerplanmäßiger Assistent, 1935-1937 Assistenzarzt, 1937 Entlassung. Nach Nichtverlängerung seiner Anstellung 1937 praktizierte Helmy in seiner Privatwohnung in der Krefelder Straße 7, anschließend in einer Praxis in Charlottenburg. Zweimalige Inhaftierung 1949 und 1940 durch die Geheime Staatspolizei, zeitweilig Berufsverbot. Riskierte ab 1942 sein Leben, um u.a. das Leben des jüdischen Mädchens Anna Boros zu retten. 1945 Heirat mit Emmy Ernst. Tätigkeit als niedergelassener Kassenarzt. 1962 wurde er vom Berliner Senat als Held anerkannt. Verstarb1 982 in Berlin. 2013 von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem posthum als »Gerechter unter den Völkern« geehrt.
Zurück zum Seitenanfang

anker

Emmy Anna Auguste Ernst

Emmy Anna Auguste ERNST, geboren am 19. März 1916 in Berlin. Tätigkeit als Arzthelferin. Seit 1939 verlobt mit → Dr. Mohamed Helmy, den sie aus »rassischen« Gründen nicht heiraten durfte. 1945 Eheschließung, keine Kinder. Unterstützte die Pläne zur Rettung von Anna Boros. Verstarb 1998 in Berlin.
Zurück zum Seitenanfang

anker

Cecilie Rudnik

Cecilie RUDNIK (verw. Schwarz, geb. Klein), geboren am 27. Oktober 1874 in Hódmezövásárhely, Un­garn. Übersiedlung als 17-jährige zum Bruder nach Berlin, kaufmännische Lehre. Zunächst Tätigkeit im Obst- und Gemüsehandel des Bruders, später Eröffnung eines eigenen Importgeschäfts für ungarische Waren. Zwei Kinder aus der Ehe mit ihrem 1912 verstorbenen Schulfreund Moritz Schwarz: → Julie Wehr und Berthold (ca. 1899-1941). Wechsel von der ungarischen zur rumänischen Staatsbürgerschaft durch Verheiratung mit dem rumänischen Kaufmann Moise Rudnik (ca. 1876-1939) am Mobilmachungstag 1914, ein Sohn: Martin Rudnik (1918-1972). »Arisierung«des Großhandelsgeschäfts für Früchte und Gemüse (Sommer 1938) sowie der Immobilien (Sommer 1939). November 1941 Verlust der rumänischen Staatsbürgerschaft als Ergebnis der antisemitischen Politik des rumänischen Diktators Ion Antonescu (Nichtverlängerung ausgelaufener Pässe rumänischer Juden im Ausland), fortan staatenlos. Inhaftierung Anfang 1942, ab März 1942 Leben im Untergrund, v.a. mit Unterstützung von → Frieda Szturmann und → Georg Wehr.Emigration im Mai 1949 nach Israel, Rückkehr nach Berlin im August 1951. Verstarb 1953 in Berlin.
Zurück zum Seitenanfang

anker

Martin Rudnik

Martin RUDNIK, geboren am7. März 1918 in Berlin, Sohn aus → Cecilie Rudniks zweiter Ehe und Halbbruder → Julie Wehrs. Tätigkeit im Familienbetrieb ab April 1938, Lehre bei einem jüdischen Zahnarzt ab Februar 1939. Verpflichtung zur Zwangsarbeit Anfang 1940. Wie → Cecilie Rudnik seit November 1941 staatenlos. Vorladung zur Deportation im März 1942, fortan Leben im Untergrund. Verrat, Verhaftung und Folter im Oktober 1943, Flucht aus der Gestapo-Haft während einer Fahrt zum Sammellager. Erneute Verhaftung im Frühjahr 1944, abermalige Flucht. Emigration mit Mutter → Cecilie Rudnik im Mai 1949 nach Israel, Rückkehr nach Berlin im August 1951. Übersiedlung in die USA, dort 1972 verstorben.
Zurück zum Seitenanfang

 anker

Frieda Szturmann

frieda szturmannFrieda SZTURMANN, geboren am 12. Juni 1897, langjährige Patientin von → Dr. Mohamed Helmy, der 1942 einen Unterschlupf für seine jüdische Patientin → Cecilie Rudnik suchte. Versteckte seit 1942 Cecilie Rudnik sowie später kurzzeitig auch Anna Boros. Verstarb 1962. 2013 von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem posthum als »Gerechte unter den Völkern« geehrt.
Zurück zum Seitenanfang

anker

Georg Wehr

Georg WEHR, geboren am 22. August 1904 in Thorn, Westpreußen. 1929 Heirat mit → Julie Wehr, Tätigkeit im Großhandel von → Cecilie Rudnik. Unterstützte seine untergetauchte jüdische Verwandtschaft. Zwangsarbeit in einem Lager der Organisation Todt als »jüdisch Versippter« zwischen November 1944 und Januar 1945. Übersiedlung in die USA im Juni 1947.
Zurück zum Seitenanfang

anker

Julie Wehr

 Julie WEHR (geb. Schwarz, gesch. Boros), geboren am 14. März 1902 in Oroshaza, Ungarn, dort aufgewachsen. Ein Kind aus der 1927 geschiedenen Ehe mit dem jüdischen Fabrik­besitzer Ladislaus Boros aus Arad: Anna Boros. Übersiedlung nach Berlin 1928, Mitarbeit im Großhandel ihrer Mutter → Cecilie Rudnik. Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Heirat mit dem nicht jüdischen Kaufmann Georg Wehr im Herbst 1929. Ab 1942 zwangsverpflichtet zur Arbeit in einer Großhandlung und einer Werkstatt. Auswanderung in die USA 1946, dort 1984 verstorben.
Zurück zum Seitenanfang

anker

 

 

 

Copyright © Deutsche Gesellschaft e. V., 2018. Alle Rechte vorbehalten.
Impressum | Datenschutzerklärung
Webdesign by Licht & Linie

  • 30.01.1933

    Ernennung Hitlers zum Reichskanzler Details

  • 01.04.1933

    »Judenboykott« Details

  • 15.09.1935

    »Nürnberger Gesetze« Details

  • 09.11.1938

    Reichspogromnacht Details

  • 30.01.1939

    »Prophezeiung« Hitlers Details

  • 01.09.1939

    Beginn des deutschen Angriffs auf Polen Details

  • 20.05.1940

    Errichtung des Konzentrationslagers Auschwitz Details

  • 22.06.1941

    Beginn des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion Details

  • 01.09.1941

    Einführung des »Judensterns« Details

  • 20.01.1942

    »Wannsee-Konferenz« Details

  • 06.06.1944

    Landung der Alliierten in der Normandie Details

  • 27.01.1945

    Befreiung des Lagers Auschwitz Details

  • 08.05.1945

    Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa Details

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Cookies von dieser Seite akzeptieren